Fundament und Fußboden

In der Regel wird wie beim Hausbau ein Beton-Streifenfundament geschüttet, es können aber auch Beton-Punktfundamente unter den lastabtragenden Stützen eingesetzt werden (letztere sind etwas kostengünstiger). Die Fundamente müssen bewehrt (mit Armiereisen oder Stahlspänen gemäß statischer Berechnung) und frostfrei gegründet werden (in Niedersachsen mindestens 80 cm tief). Empfehlenswert ist - jedenfalls bei einem "kalten" Fußboden oder beim Einsatz eines Hypokaustenspeichers - eine Perimeterdämmung (Frostschürze am Fundament außen aus verrottungsfestem Dämmmaterial).

Aus praktischen Gründen (Speichermasse für die Sonnenwärme, waschfester Untergrund für Topfpflanzen) werden im Wintergarten als Fußbodenbelag meist Fliesen gewählt. Dazu ist ein Unterbeton (Betonsohle) erforderlich, der auf eine verdichtete Kiesschicht geschüttet wird und auch bewehrt werden muß (mit Baustahlmatte oder Stahlspänen gemäß statischer Berechnung). Alternativ kann der Unterbeton unbewehrt gelassen und stärker bemessen werden. Auf dem Unterbeton wird eine Sperre gegen aufsteigende Feuchtigkeit verlegt, z.B. eine Schweißbahn. Darauf wird die Estrichdämmung eingebracht und der schwimmende Estrich geschüttet. Alternativ kann mit Fertigestrichelementen (Trockenestrich) gearbeitet werden.

Neben Fliesen können auf dem fertigen Estrich auch Holz-, Parkett- oder Teppichfußböden verlegt werden. Eine für Wintergärten praktikable kostengünstige, aber weniger wohnliche und "warme" Variante ist die Verlegung von Gartenplatten oder Pflastersteinen im Sandbett. Dabei entfällt der Fußbodenaufbau wie oben beschrieben, der Untergrund sollte sich aber bereits gut gesetzt haben bzw. muss gut verdichtet werden.

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