Bauantrag

Ein Bauantrag, bzw. unter bestimmten planungsrechtlichen Voraussetzungen eine Bauanzeige, muss in Niedersachsen gestellt werden, wenn der Wintergarten ständig beheizbar ist (z.B. mittels eines stationären, an die Hausheizung angeschlossenen Heizkörpers). Er gilt dann als Wohnraumerweiterung, und zwar auch in steuerlicher Hinsicht: Der Einheitswert des Hauses und damit auch die Grundsteuer steigen.
In anderen Bundesländern muss ein Bauantrag auch schon gestellt werden, wenn der Wintergarten auf Betonfundamente gegründet wird - Einzelheiten nennt das zuständige Bauamt bei der Stadt oder beim Landkreis.
Für die Erstellung der Bauantragsunterlagen wird eine Bauvorlageberechtigung vorausgesetzt. Diese haben z.B. Architekten, aber auch Handwerksmeister des Bauhauptgewerbes.

Dem Bauantrag muss in Niedersachsen grundsätzlich ein Tragfähigkeitsnachweis beigefügt werden. Auch hierfür gibt es eine Vorlageberechtigung, über die z.B. Bauingenieure mit entsprechender Ausbildung (Statiker) verfügen. Eine statische Berechnung sollte aber zur Sicherheit auch durchgeführt werden, wenn kein Bauantrag gestellt wird.
Da die Aussteifung gegen Winddruck und -sog nicht im Wand- bzw. Dachaufbau versteckt werden kann wie beim Hausbau und da andererseits die Glasflächen dafür rechnerisch nicht berücksichtigt werden dürfen, müssen hier elegante Lösungen, z.B. mit Aussteifungen in der Dachebene aus dünnem Edelstahlseil, gesucht werden.

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